Vielleicht kennst du das, du probierst ein neues Material aus und plötzlich fallen dir immer mehr Dinge ein, die man damit machen kann. Du kannst das Material nicht mehr aus den Händen legen.
Genauso ging es uns mit DAS Clay. Die lufttrocknende Modelliermasse kann viel mehr als nur kleine Figuren.
Aber wie wird aus der weichen Clay-Masse eigentlich ein schönes kleines Lieblingsstück? In diesem Beitrag erfährst du alles über das Material "Clay", welches Zubehör du brauchst, um mit Clay arbeiten zu können und welche Techniken es gibt, die Modelliermasse zu gestalten.
Übersicht
Was ist Clay und warum ist DAS Clay so besonders?
Schnell zusammengefasst: Clay ist eine Modelliermasse - also eine formbare Masse aus der man nach Herzenslust kleine Besonderheiten formen kann.
Im Gegensatz zu klassischer Modelliermasse, muss das DAS Clay nicht gebrannt oder gebacken werden. Es härtet ganz einfach an der Luft aus und wird so fest und stabil. DAS Clay lässt sich ausstechen, schneiden, prägen und mit verschiedenen Werkzeugen in Form bringen.
Sobald es getrocknet ist, kann die Oberfläche mit verschiedenen Techniken gestaltet und veredelt werden.
Wenn du mit Modelliermasse arbeitest, merkst du schnell, dass es auf die richtige Konsistenz ankommt. Gerade bei kleinen, filigranen Projekten ist eine Masse, die sich gut formen lässt, dabei stabil bleibt und eine schöne Oberfläche bekommt, ausschlaggebend. DAS Clay ist dafür eine hervorragende Grundlage. Die Masse ist sofort einsatzbereit und hat eine angenehm geschmeidige Konsistenz. Sie lässt sich leicht formen, glätten und individuell gestalten. Auch für filigrane Details ist DAS Clay wunderbar geeignet.
Vollständig getrocknete Stücke lassen sich schleifen, bemalen und lackieren. Dadurch kann ein und dieselbeGrundform ganz unterschiedlich wirken, naturbelassen und ruhig, farbig und verspielt oder mit einer feinen Veredelung ganz elegant. Und genau die Kombination aus angenehmer Verarbeitung, vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten und der Möglichkeit, die Oberfläche nach dem Trocknen weiter zu veredeln, macht DAS Clay so besonders für kreative DIY-Projekte.
Was brauchst du für deine ersten Clay Projekte?
Für den Anfang brauchst du erstaunlich wenig. Hier kommt eine kleine Grundausstattung, die du später nach und nach ergänzen kannst.
Als Basis brauchst du DAS Modelliermasse und eine glatte Arbeitsunterlage, zum Beispiel eine Silikonmatte oder Backpapier.
Zum gleichmäßigen Ausrollen ist ein Modellierroller oder kleiner Teigroller hilfreich. Zwei gleich hohe Abstandshalter, z. B. Holzleisten, Schaschlikspießer, rechts und links neben der Masse helfen dir dabei, überall dieselbe Stärke zu erhalten.
Für das beste Ergebnis empfiehlt sich natürlich auch eine Clay Rolle. So bekommst du jedes mal ganz einfach eine perfekte Grundlage.
Zum Schneiden und Formen eignen sich Modellierwerkzeuge oder Clay-Messer sowie Formen zum Ausstechen, beispielsweise Ausstecher für Plätzchen oder auch ein Glas. Für saubere Kanten und Oberflächen empfiehlt es sich, die ausgerollte Masse vor dem Ausstechen mit Frischhaltefolie abzudecken. Außerdem solltest du ein kleines Schälchen Wasser und einen kleinen Schwamm oder einen dünnen Pinsel bereitlegen, um die ggf. Kanten nachzufahren. Aber Achtung: Wasser bitte immer sparsam verwenden.
Für Anhänger brauchst du zusätzlich ein Holzstäbchen, einen kleinen Strohhalm oder ein passendes Werkzeug, um das Loch bereits in die feuchte Masse zu stanzen.
Nach dem Trocknen kommt je nach Projekt noch feines Schleifpapier (Körnung 600-1000) zum Einsatz - damit lassen sich die Kanten besonders schön und sauber abrunden. Für eine gute Oberfläche kann man noch Gesso als Grundierung einsetzen. Als Versieglung empfiehlt sich noch ein geeigneter Klarlack, damit deine Kunstwerke lange halten.
Trocknungszeiten
Beim Arbeiten mit lufttrocknender Modelliermasse ist Geduld tatsächlich eines der wichtigsten Werkzeuge. DAS trocknet von außen nach innen. Ein Stück kann sich außen bereits trocken anfühlen, obwohl im Inneren noch Feuchtigkeit steckt.
Aus persönlicher Erfahrung solltest du mit einer ungefähren Trocknungszeit von 24 Stunden pro Zentimeter Stärke rechnen.
Das ist natürlich nur ein Richtwert - Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Größe und Form beeinflussen die tatsächliche Trocknung. Komplexe und dickere Stücke können also deutlich länger brauchen.
Als praktische Orientierung für flach ausgerollte Projekte kannst du so planen:
- ca. 3 mm: mindestens etwa 8–12 Stunden als rechnerischer Richtwert, in der Praxis besser bis zum nächsten Tag warten
- ca. 5 mm: rechnerisch etwa 12 Stunden, für sicheres Weiterarbeiten eher 18–24 Stunden einplanen
- ca. 10 mm: etwa 24 Stunden oder länger
- ca. 20 mm: etwa 48 Stunden oder länger.
Diese Zeiten sind bewusst nur Orientierungswerte, die aus meinen Erfahrungen, 24 Stunden pro Zentimeter, die sich mit der Herstellerangabe decken, abgeleitet sind. Gerade vor dem Bemalen, Schleifen oder Versiegeln sollte das Stück wirklich vollständig durchgetrocknet sein.
Lege flache Stücke zum Trocknen möglichst eben hin. Wenn die Oberseite schon etwas angezogen hat und das Stück stabil genug ist, kannst du es vorsichtig wenden, damit auch die Unterseite Luft bekommt.
Wende empfindliche Stücke erst nach ungefähr zwölf Stunden, damit sie sich nicht verformen.
Vermeide direkte Sonne, Heizung, Föhn oder andere starke Wärmequellen. Zu schnelles und ungleichmäßiges Trocknen begünstigt Spannungen, Verformungen und Risse. Langsames, gleichmäßiges Trocknen ist meist die schönere Lösung.
Bei größeren, massiven Formen lohnt es sich, Materialstärke zu reduzieren. Statt einen sehr dicken Körper komplett aus Clay zu formen, kannst du mit einem leichten Kern arbeiten oder dicke Formen aushöhlen. Das spart Material und hilft dabei, große Unterschiede zwischen bereits trockenen Außenbereichen und noch feuchten Innenbereichen zu vermeiden.
Formen, prägen, strukturieren – was du mit Clay alles machen kannst
Jetzt kommt der Teil, bei dem man sich wunderbar verlieren kann, die unzähligen Möglichkeiten. Du kannst DAS flach ausrollen und ausstechen, frei modellieren, in oder über Formen legen, Oberflächen prägen, und, und, und...
Sehr schön sind kleine Geschenkanhänger oder Anhänger für den Weihnachtsbaum. Gestalte Kerzenuntersetzer, Magnete, kleine Tellerchen oder dekorative Elemente für Geschenkverpackungen.
Spannend wird Clay auch im Zusammenhang mit verschiedenen Strukturen und Motiven. Drücke zum Beispiel Stanzteile, Stencils oder Stempel in die feuchte Masse und erhalte so schöne Prägestrukturen.
Nach dem Trocknen kannst du die Oberfläche naturbelassen, fein anschleifen, bemalen, mit Acrylmarkern gestalten, Rub-ons aufbringen oder lackieren. Gerade die Kombination aus schlichter Form und einem einzigen feinen Detail wirkt oft besonders schön.
Die 10 wichtigsten Tipps und Tricks - so kannst du direkt starten
- Knete die Masse vor dem Ausrollen kurz durch. Eine gleichmäßige, geschmeidige Konsistenz lässt sich sauberer bearbeiten und prägen.
- Arbeite möglichst mit gleichmäßiger Stärke. Abstandshalter beim Ausrollen sind ein einfacher Trick, damit eine Seite nicht viel dünner wird als die andere und später schneller trocknet. Ein Modellierroller vereinfacht dir diesen Schritt.
- Wasser ist dein Freund, aber weniger ist mehr. Ein leicht feuchter Finger, Pinsel oder Schwamm reicht meist zum Glätten. Zu viel Wasser macht die Oberfläche weich und kann die Struktur verändern.
- Plane Löcher, Prägungen und Strukturen vor dem Trocknen ein. Nach dem Aushärten ist die Masse fest; alles, was du leicht in weiches Clay drücken oder stechen möchtest, machst du am besten vorher.
- Trockne langsam und gleichmäßig. Starke Wärme beschleunigt zwar die Oberfläche, aber nicht unbedingt den Kern und genau diese Unterschiede können Spannungen erzeugen.
- Wende flache Stücke erst, wenn sie stabil genug sind. So kann die Unterseite weiter trocknen, ohne dass du die noch weiche Form verziehst.
- Wenn ein feiner Riss entsteht, ist das Projekt nicht verloren. Bei lufttrocknender Modelliermasse lassen sich kleine Risse häufig mit etwas frischer Masse oder Schlicker füllen, glätten und erneut trocknen.
- Schleife erst, wenn das Stück komplett trocken ist. Für feine Kanten und kleine Unebenheiten eignet sich feines Schleifpapier; beginne lieber vorsichtig als zu grob.
- Bewahre angebrochene Masse luftdicht auf und öffne immer nur so viel, wie du gerade brauchst.
- Versiegle erst nach vollständiger Trocknung. Lack schließt die Oberfläche ab. Befindet sich noch Feuchtigkeit im Inneren, ist das keine gute Voraussetzung für ein dauerhaft schönes Ergebnis.


